Brigitte M., Stephanskirchen/Obb., 22.03.2026: Mir haben die sehr persönlichen Erinnerungen gut gefallen,
zumal ich durch den Werdegang meines Bruders im ähnlichen Berufsfeld im Westen und durch im Osten lebende nahe Verwandte
sehr viele Parallelen und Berührungspunkte gefunden habe.
Im „Teil 2: Da komme ich nicht mehr mit“ beschreibt der Autor seine Beobachtungen, Gedanken und Fragen zur Situation im
Bildungssystem in der heutigen Bundesrepublik. Ich finde die (berechtigte) Kritik an unserem Bildungssystem und der inflationären
Einser-Benotung an den Gymnasien ist zu umfangreich geraten und der Autor verlässt damit etwas zu weit den Raum seiner persönlichen
Erinnerungen.
Peter H., Stephanskirchen/Obb., 09.03.2026:Dieses neue Buch von Rainer Ostermann ist nicht nur informativ, sondern oft auch anrührend und macht sehr nachdenklich.
Es gelingt dem Autor durchaus, manche eigenen Standpunkte, vor allem zur jüngsten deutschen Geschichte zu hinterfragen oder gar zu revidieren.
Dr. Heide B., Schlossberg/Obb., 15.03.2026: Der Autor hat als ein beruflich bereits erfahrener in der DDR akademisch ausgebildeter
Ingenieur noch etliche Jahre nach der Wende in den neuen Bundesländern gelebt ... mit heftigen beruflichen Herausforderungen in einer
neuen von den Wessies diktierten Umbruchsituation. Die notwendigen Anstrengungen und wiederholten Frustrationen mit Enttäuschungen
und auch Demütigungen werden lebendig, einfühlbar und bisweilen auch mit bissigem Humor geschildert. Der schwere Entschluss zum
Umzug nach Bayern wird dank rücksichtsvoller Unterstützung von Freunden und Verwandten in die Tat umgesetzt.
Hier wird das Bild eines moralisch und ethisch anspruchsvoll eingestellten empathischen Menschen sichtbar, der durch seine
differenzierte Blickrichtung niemals in einfache Polarisierungen von richtig und falsch bzw. west- oder ostgetönt verfällt. Auch die
Grenzen der eigenen psychischen Belastbarkeit werden mutig offenbart. Am Ende gelingt ein Ankommen und der Aufbau neuer freundschaftlicher
Beziehungen.
Es ist interessant und schön, als westlich sozialisierter Leser mitzuerleben, wie die neue Heimat voller Freude und mit großem
Wissensdrang entdeckt wird.
Helmut H., Stefanskirchen/Obb., 24.03.26: ... der Autor schildert, wie er sich als Informatiker aus den neuen Bundesländern um die Jahrtausendwende
mit der Realität des Arbeitsmarktes in Bayern vertraut machen musste. Der Kritik an unserem Bildungswesen im zweiten Teil seines Buches
stimme ich zu: Es gibt zuviele Abiturienten in diesem Land, die mit guten Noten verwöhnt werden und dann an den Unis mit hohen Abbruchquoten
die Realität erfahren.
Ellen S., Chieming/Obb., 25.03.26: Ein gelungenes Buch, das sich dank des guten Schreibstils flüssig lesen läßt und manchmal auch zum Schmunzeln anregt.
Die Erlebnisse eines "Ossi`s" im Westen sind sehr plastisch beschrieben. Seine Meinungen zu Bildung und politischer Ausrichtung sollten durchaus
zum Nachdenken anregen.
Hans-Joachim H., Wasserburg/Obb, 26.03.26: Dieses Buch ist in einem gefälligen Stil geschrieben und liest sich gut. Die vom Autor erlebten Vorurteile in Ost und
West nach der Wiedervereinigung zeigen, welche Hindernisse es damals außer vielen anderen zu überwinden gab.
Ich finde es wichtig, darüber aus erster Hand zu lesen,
denn wahrscheinlich gibt es Vorurteile immer noch in manchen Köpfen. Der Autor scheut auch mehr oder weniger politische Themen nicht, zum Beispiel den Ukraine-Krieg,
das Bildungswesen samt Erziehung, unseren Begriff von Freiheit, den Mangel am Nationalgefühl, den Umgang mit unsere Geschichte und bezieht klar Stellung, auch wenn das
manchen nicht gefallen wird. Das ist gerade deshalb interessant, weil der Autor nicht im Westen sozialisiert wurde.
Besonders berührt hat mich das Kapitel „Hölle Kanada“. Da schreibt er offen und informativ über seine psychische Erkrankung, die ihn bei einer Kanada-Reise brutal erwischt hat.
Dass selbst so eine schwere Zeit vorübergeht, kann ähnlich Betroffenen Mut machen.
Als Wasserburger habe mich auch über die lebendige Schilderungungen hiesiger Schauplätze gefreut. Sie könnten durchaus Leser auf unser schönes Bayern neugierig zu machen.
Franz H., Kirchberg am Wagram (Österreich), 22.04.2026: Das Buch ist in einem gefälligen Stil geschrieben und liest sich gut. Es ist
eine willkommene Fortsetzung der Erinnerungen, über die der Autor in seinem Buch "Ein Stück von meinem, von unserem Leben" geschrieben hat. Für mich
besonders interessant, durch beide Bücher aus erster Hand und im Detail zu erfahren, mit welchen Problemen sich manche DDR-Bürger herumplagen mussten und welche
Herausforderungen dann politische Wende und die deutsche Wiedervereinigung mit sich brachten. Das umso mehr, da ein Sommergast, der schon seit Jahren hierher kommt, meinte,
die DDR hätte ruhig weiter bestehen können. Ihm wäre es da gut gegangen, obwohl er keine besondere Position gehabt hätte. Er sei nur in der Verwaltung beschäftigt gewesen.
Das gab es also auch.